Großer Preis von Monaco
| Datum | 07.06.2026 |
| Strecke | Monaco |
| Renntyp | Normal |
| Datum | 07.06.2026 |
| Strecke | Monaco |
| Renntyp | Normal |
Kimi Antonelli sicherte sich mit 1:12,051 Minuten seine erste Pole Position auf dem engen Stadtkurs von Monaco, hauchdünn vor Max Verstappen, der nur 0,043 Sekunden dahinter lag. Lewis Hamilton komplettierte als Dritter die erste Startreihe bei seinem Heimrennen. Charles Leclerc, für den Monaco der Geburtsort und das absolute Wunschrennen ist, wurde Vierter, gefolgt von Isack Hadjar und George Russell.
In Monaco entscheidet die Startposition traditionell fast über das ganze Rennen, weil die engen Straßen kaum Platz zum Überholen lassen. Selbst der neue Overtake Mode mit seiner zusätzlichen elektrischen Energie hilft wenig, wenn vorne schlicht keine Lücke ist, durch die ein Auto passt. Wer hier vorne startet, hat schon fast gewonnen, wer weiter hinten steht, kann oft nur auf Fehler der anderen oder auf eine Safety-Car-Phase hoffen. Genau das sollte sich in diesem Rennen auf dramatische Weise bestätigen.
Was als Duell zwischen Antonelli und Verstappen um den Sieg hätte beginnen können, war für Verstappen schon nach der EInführungsrunde vorbei. Sein Red Bull blieb mit einem Problem am Antrieb stehen, noch bevor er seine Startposition wirklich verlassen konnte. Für den viermaligen Weltmeister bedeutete das null Punkte an einem Wochenende, an dem er auf der Strecke eigentlich der einzige war, der mit Antonelli mithalten konnte.
Für Charles Leclerc, der in Monaco aufgewachsen ist und für den dieses Rennen jedes Jahr eine besondere Bedeutung hat, endete der Tag bitter. Er crashte an der letzten Kurve der Strecke, direkt vor der Start-Ziel-Geraden. Der Aufprall war heftig genug, dass die Rennleitung die Rote Flagge zeigte, um die Strecke zu inspizieren und die Reste seines Autos zu bergen, bevor das Rennen fortgesetzt werden konnte.
Für Leclerc und seine Fans an der Strecke, die ihn jedes Jahr aufs Neue als möglichen Sieger ihres Heimrennens sehen wollen, war es eine erneute Enttäuschung in Monaco.
Auch für Lando Norris lief das Wochenende nicht nach Plan. In Runde 45 musste er seinen McLaren mit einem nicht reparierbaren Defekt am Antrieb abstellen. Nach den technischen Problemen schon in China und Kanada war es für ihn der nächste Ausfall in dieser Saison, ausgerechnet während er um wichtige Punkte im Titelkampf gegen Antonelli kämpfte.
Eine der größten Geschichten des Rennens spielte sich im Kampf um Platz drei ab. Pierre Gasly fuhr im Alpine ein starkes Rennen und überquerte die Ziellinie tatsächlich auf Platz drei. Allerdings hatte er sich im Laufe des Rennens gleich zwei Strafen von je fünf Sekunden eingehandelt, die nach dem Rennen zu seiner Zeit addiert wurden.
Durch diese beiden Strafen rutschte Gasly in der Endabrechnung auf Platz sieben zurück. Der große Gewinner dieser Entscheidung war Isack Hadjar: Der Red-Bull-Pilot rückte dadurch auf Platz drei vor und feierte damit sein erstes Podium für das Team. Nach Verstappens frühem Ausfall war das für Red Bull immerhin ein versöhnlicher Tag.
Kimi Antonelli ließ sich von all dem Chaos hinter ihm überhaupt nicht beeindrucken. Von der Pole Position aus übernahm er sofort die Führung, gab sie an keiner einzigen Runde mehr ab und stellte am Ende auch noch die schnellste Rennrunde auf. Damit gelang ihm ein sogenannter Grand Slam: Pole Position, Sieg, schnellste Runde und Führung in jeder einzelnen Runde des Rennens, alles bei einem einzigen Grand Prix.
Es war bereits sein fünfter Sieg in Folge und macht ihn zum jüngsten Fahrer, dem in Monaco jemals ein Grand Slam gelungen ist, und gleichzeitig zum jüngsten Sieger des Großen Preises von Monaco überhaupt. Lewis Hamilton wurde vor heimischem Publikum starker Zweiter, nur 6,3 Sekunden hinter Antonelli, womit Ferrari nach einigen schwierigeren Wochen wieder ein gutes Ergebnis einfuhr. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich, wie bereits beschrieben, Isack Hadjar nach Gaslys Strafe.
In der Fahrerwertung baut Antonelli seinen Vorsprung mit diesem Sieg weiter aus, während sowohl Verstappen als auch Norris, seine direkten Verfolger aus dem letzten Jahr, in Monaco komplett leer ausgingen.